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brunnen-martinUnter anderem um das Leben Martin von Tours geht es in den aktuellen BRAUCHma!-Ausgaben. In drei aufeinanderfolgenden Berichten wird das Leben des "Heiligen Martin" erläutert und betrachtet. Martin von Tours ist einer der populärsten Heiligen der Gegenwart, und die Feierlichkeiten rund um seinen Gedenktag am 11. November sind mit vielen Bräuchen verbunden.

Seine Lebensgeschichte ist durch seinen Freund Suplicius Severus gut dokumentiert. Suplicius war ein gebildeter Aristokrat und großer Verehrer Martins. Seine noch zu Lebzeiten Martins niedergeschriebene „Vita Sancti Martini“ ist eine detailgetreue Wiedergabe von Martins Leben. Diese Vita war nicht nur in der fränkischen Reichskirche, sondern in der ganzen Westkirche Vorbild für die nachfolgenden Heiligen und Heiligenbeschreibungen. Martin ist einer der ersten Nichtmärtyrer, der als Heiliger verehrt wurde. Seine Art zu leben, seine Demut, seine Askese, seine Bescheidenheit, sein tiefer Glaube und schlussendlich seine Wunder machten ihn bereits zu Lebzeiten zum „Heiligen“. (Foto oben: Brunnen von Martin von Tours in Szombathely, Quelle: wikipedia/Pan Peter12)

Um 316/317 geboren

Martin wurde um 316/317 in Sabaria (auch Savaria), dem heutigen Szombathely (zu Deutsch Steinamanger), als Martinus – der Name ist abgeleitet vom Kriegsgott Mars – geboren. Sein Vater, ein römischer Offizier, und seine Mutter waren wie alle in jenem Umfeld Heiden. Sehr früh verließen sie Ungarn und übersiedelten in die Heimat des Vaters nach Pavia in Oberitalien. Dort bekam Martin erste Kontakte zu Christen, und im Alter von zehn Jahren bat er um Aufnahme in die Gruppe der Katechumen, der Taufbewerber. Die Pläne seines Vaters jedoch waren andere. Widerwillig beugte sich Martin dem Befehl, eine Militärlaufbahn einzuschlagen, wozu er außerdem nach Diokletians Bestimmungen gesetzlich verpflichtet war. Bereits mit 15 Jahren holte ihn Kaiser Konstantin II. zu seiner Leibwache nach Mailand. All diese Umstände konnten Martin von seinem Glauben nicht abbringen, im Gegenteil, dieser vertiefte sich.

An einem eiskalten Winterabend ritt Martin auf ein Truppenlager in Amiens, nördlich von Paris, zu. Er wurde von einem nackten, frierenden Bettler um eine Gabe gebeten. Da Martin selbst nichts mehr hatte, teilte er seinen Mantel mit dem Schwert, nahm eine Hälfte für sich selbst und gab die andere dem Frierenden. In der folgenden Nacht erschien Martin Christus im Traum, dieser sagte zu seinen Engeln: „Martin, der erst auf dem Weg zur Taufe ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“ Christus gab sich so Martin als Bettler zu erkennen. Das Teilen des Mantels ist eine der drei bekanntesten Legenden um Martin.

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Grab des Hl. Martin (Bild: wikipedia/Tipoune)  

Martin und die Christrose

Dieses Erlebnis veranlasste ihn dazu, den Soldatenberuf aufzugeben und die lang ersehnte Taufe zu empfangen. Christentum und Kriegsdienst ließen sich in seinen Augen nicht vereinen. Er begab sich nach Poitiers, um dort von dem überall gerühmten Hilarius, der später Bischof von Poitiers werden sollte, mehr über den Christenglauben zu erfahren. Hilarius wurde Martins großes Vorbild, sein Lehrer, der ihn im Glauben unterrichtete und taufte. Getrieben von der Sehnsucht, in seiner Heimat zu missionieren, verließ Martin Hilarius wieder und kehrte dorthin zurück. Nach der Bekehrung seiner Mutter wurde er von den wütenden arianischen Bischöfen vertrieben. Martin wurde ausgewiesen, zog sich nach mehreren Wundern und Abenteuern über Mailand, wo ihm der spätere heilige Ambrosius begegnet sein dürfte, auf die kleine Insel Gallinaria im Golf von Genua, vor Albenga, zurück. Hier lebte Martin in den folgenden Jahren als Einsiedler, er ernährte sich ausschließlich von Wurzeln und verzehrte versehentlich die giftigen Wurzeln der Schneerose, aber die Kraft des Gebetes konnte den nahenden Tod abwenden. Dies ist die beinahe schon in Vergessenheit geratene zweite bekannte Legende zum Leben des heiligen Martin in Verbindung mit der Bedeutung der Christrose.

Ausführliche Berichte in den BRAUCHma!-Heften

In der aktuellen BRAUCHma!-Ausgabe (Nr. 274) und in den kommenden beiden Ausgaben(Nr. 275 und 276) gibt es ausführliche Berichte rund um Martin von Tours (sein Leben, Martinskirchen und -denkmäler in Oberösterreich und vieles mehr

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Nr. 275
März
Titelthema: 
Goiserer Schuster
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