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Johannisfeuer Ralf JohannDas Sonnwendfeuer rund um den 21. Juni und das Johannisfeuer in der Nacht vor dem 24. Juni gehören zu den wohl bekanntesten Bräuchen im Sommer. Wie ist es aber zu diesen Bräuchen gekommen? Die Ursprünge sind heidnisch und reichen bis weit in die Antike zurück.

Schutz, Reinigung, Heilung, Geistervertreibung, Kraft

Von Feuer und Rauch versprach man sich seit jeher die unterschiedlichsten Wirkungen. So wurde ihnen eine schützende und reinigende Wirkung nachgesagt oder sie sollten zum Abstreifen von Krankheiten dienen. Schon beim Holzsammeln für die Sonnwendfeuer wurden deshalb oft verschiedene Heischesprüche oder Lieder verwendet, die den Flammen mehr Kraft verleihen sollten. Versprach man sich zum Beispiel von dem Feuer Heilung, wurde aus Beifuß oder Eisenkraut ein Sonnwendgürtel geflochten, den sich der Kranke umlegte. Damit sprang er dann über das Feuer und warf den Gürtel anschließend in die Flammen.

Dies sollte vom jeweiligen Leiden befreien. Auch in anderen Lebensbereichen glaubte man an die besondere Kraft der Feuer rund um die Sommersonnenwende: Wer sich eine Braut oder einen Bräutigam wünschte, tat einen Sprung über das Sonnwendfeuer, denn so sollte er oder sie bis zur Wintersonnenwende den gewünschten Partner finden. Oder man versah ein kleines Stück Holz mit einem Wunsch und warf es ins Feuer. Auch dieser sollte dann bis zur Wintersonnenwende erfüllt werden. Mit Feuer und Rauch versuchte man auch seit jeher böse Geister zu vertreiben, denn die Zeiten um die Sommersonnenwende galten lange als gefährliche Geisterzeit. Der heidnische Ursprung der Sonnwendfeuer war der Kirche ein Dorn im Auge, weshalb es immer wieder Versuche gab, diese Feuer zu verbieten.  

Johannisfeuer Ralf Johann

Bild: wikipedia/Ralf Johann

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Nr. 278
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